Transparenz

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. ist für Transparenz und veröffentlicht folgende Angaben:

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr unser Organisation

Name: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V.
Sitz des Vereins: Pasewalk
Anschrift: DRK Kreisverband Uecker-Randow e.V. Oskar-Picht-Str. 6017309 Pasewalk
Gründung:

15.12.1995: Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V.

(31.05.1990: Deutsches Rotes Kreuz der DDR Kreisverband Pasewalk e.V.)

2. Satzung, Selbstverständnis und Ziele

Der DRK Kreisverband Uecker-Randow ist in der Rechtsform eines eingetragenen Vereins tätig. Er ist ein Kreisverband der Freien Wohlfahrtspflege und Mitgliedsverband des Deutschen Roten Kreuzes und damit Teil der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und der nationalen Hilfsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Als Teil davon nimmt er die Aufgaben wahr, die sich aus den Genfer Rotkreuz-Abkommen, den Zusatzprotokollen und den Beschlüssen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Konferenz ergeben.
Der Kreisverband Uecker-Randow e.V. ist ein gemeinnütziger Verein im Landkreis Vorpommern-Greifswald und wird im Gebiet des ehemaligen Landkreises Uecker-Randow tätig. Grundlage der Arbeit des Kreisverbandes ist die im Vereinsregister (VR 2117) eingetragene Satzung.

Der DRK Kreisverband Uecker-Randow e.V. ist Mitgliedsverband des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Gemäß seinem Selbstverständnis erfolgt die Arbeit nach den sieben Grundsätzen Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität.

Zur Verwirklichung seines humanitären Auftrages im Einklang mit der Satzung wirbt er in der Bevölkerung und sammelt Spenden. Zudem ist der DRK Kreisverband Uecker-Randow e.V. im Wesentlichen auf öffentliche und nichtöffentliche Zuwendungen, Beiträge und Zuschüsse Dritter angewiesen.

https://www.drk-uer.de/satzung/
(Unsere Satzung zur Information)

Unsere Satzung definiert unser Selbstverständnis und unsere Ziele in den § 1 und 2.

3. Finanzamt

Wir sind wegen Förderung der Zwecke der amtlich anerkannten Verbände der freien Wohlfahrtspflege als gemeinnützig anerkannt und nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Greifswald vom 31.03.2025 , Steuernummer 084/141/11638, nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des KStG von der Körperschaftsteuer befreit und nach §3 Nr. 6 GewStG von der Gewerbesteuer befreit.

4. Name und Funktion der Entscheidungsträger

Das höchste Entscheidungsgremium des DRK-Kreisverbandes ist die

Kreisversammlung. Sie wählt die Mitglieder des Präsidiums, beschließt den Wirtschafts- und Investitionsplan, den Jahresabschluss und entlastet das Präsidium.

Die Führung des Verbandes erfolgt durch einen hauptamtlichen Geschäftsführer und durch ein ehrenamtliches Präsidium und sichert somit die Trennung von Aufsicht und Exekutive. Nach §23 der Satzung führt der Vorstand die Geschäfte des Kreisverbandes gem. § 26 BGB. Rechtsverbindliche Erklärungen des Deutschen Roten Kreuz Kreisverbandes Uecker-Randow e.V. können vom Präsidenten oder seinem Stellvertreter gemeinsam mit einem Vorstandsmitglied abgegeben werden.

Dem Präsidium gehören an:
Frau Kerstin Pukallus, Präsidentin
Herr Kurt Minow, stellvertretender Präsident
Frau Gudrun Baganz, Schatzmeisterin
Frau Birgit Siewert, Kreisverbandsärztin
Herr Matthias Jox, Justitiar
Herr Uwe Grimm, Kreisbereitschaftsleiter
Herr Jörg-Uwe Pahl, Kreisleiter Wasserwacht
Herr Torsten Wende, Wohlfahrt und Sozialarbeit
Herr Jörg Bohnhoff, Geschäftsführer

5. Geschäftsbericht

5.1 Bericht über die Tätigkeit unserer Organisation

Der Kreisverband Uecker-Randow e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der in Teilen des Landkreises Vorpommern-Greifswald liegt. Diese Teile umfassen das meist ländlich geprägte 1.635 km² große  Gebiet des ehemaligen Landkreises Uecker-Randow.

Grundlage der Arbeit ist die auf der Kreisversammlung am 29.11.2014 beschlossene und am 05.06.2015 im Vereinsregister (VR 5) eingetragene Satzung. Seit dem 01.03.2018 führt das Amtsgericht Neubrandenburg unser Register unter der neuen Vereinsregisternummer VR 2117.

Aus der Satzung ergeben sich im Wesentlichen folgende Aufgaben für den Kreisverband:

  • Hilfe für die Opfer von bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen und anderen Notsituationen
  • Verhütung und Linderung menschlicher Leiden, die sich aus Krankheit, Verletzung, Behinderung oder Benachteiligung ergeben
  • Förderung der Gesundheit, der Wohlfahrt und der Bildung
  • Förderung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
  • Förderung und Entwicklung nationaler Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften im Rahmen der Satzungen und Statuten der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung
  • Durchführung der Blutspendetermine und Betreuung der Blutspender
  • Förderung der Rettung aus Lebensgefahr u. a. Wasserrettung, Rettungsschwimmen und die Durchführung rettungssportlicher Übungen und Wettbewerbe
  • Förderung der satzungsmäßigen Aus-, Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder und Mitarbeiter wie auch der Bevölkerung
  • Werbung für die Aufgaben des Roten Kreuzes und Sammlung von Spenden

Der Kreisverband betreibt im wirtschaftlichen Bereich drei Hauptaufgabenfelder. Dies sind die ambulanten sozialen Dienste und die mit ihnen verbundenen Wohngruppen für Demente, die Kinder- und Jugendhilfe und der Rettungsdienst.

Im Bereich des Ehrenamtes wirken die Gemeinschaften der Bereitschaften, des Jugendrotkreuzes und der Ortsvereine Eggesin, Ferdinandshof, Torgelow, Pasewalk-Uecker-Randow-Tal und Strasburg.

Zum Stichtag 31.12.2025 zählte der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. insgesamt 1.418 Fördermitglieder. Damit ist die Anzahl der Vereinsmitglieder gegenüber dem Vorjahr geringfügig zurück gegangen. Ungeachtet dieser Entwicklung bildet die Mitgliederbasis weiterhin eine wesentliche Grundlage für die gemeinnützige Arbeit unserers Kreisverbandes.

Die Unterstützung unserer Fördermitglieder ermöglicht es uns, zahlreiche ehrenamtliche uns soziale Projekte in der Region umzusetzen. Hierzu zählen insbesondere die Durchführung von Blutspendeterminen, die Unterhaltung der Kleiderkammern, die Arbeit des Jugendrotkreuzes, der Schulsanitätsdienst, das Kinderschwimmen, die Wasserwacht sowie die sanitätsdienstliche Absicherung öffentlicher Veranstaltungen und Feste. Darüber hinaus unterstützen die Förderbeiträge den Katastrophenschutz sowie die vielfältige ehrenamtliche Tätigkeit in den Ortsvereinen und Bereitschaften einschließlich der Fahrten mit dem Zeitreisemobil.

5.2 Darstellung des Geschäftsverlaufes

  • Blutspende

Im vergangenen Jahr spendeten im Zuständigkeitsbereich unseres Kreisverbandes insgesamt 3.034 Freiwillige ihr Blut. An insgesamt 48 Blutspendeterminen begrüßten unsere 23 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer durchschnittlich 59,49 Spenderinnen und Spender je Termin. Die Terminreservierung erflogt inzwischen überwiegend digital, wodurch lange Wartezeiten vermieden und die organisatorischen Abläufe weiter verbessert werden konnten. Unsere ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer übernahmen die Betreuung der Spenderinnen und Spender während der Blutspende sowie in der unmittelbaren Nachsorge und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Ablauf der Termine. Die finanziellen Mittel, die vom Blutspendeinstitut für die Versorgung der Spenderinnen und Spender mit Speisen und Getränken während der Blutspendetermine sowie für die gastronomische Begleitung der Auszeichnungsveranstaltungen bereitgestellt werden, reichen jedoch nicht mehr aus, um die tatsächlich entstehenden Aufwendungen des Kreisverbandes vollständig zu decken. Der vom Kreisverband zu tragende Eigenanteil steigt daher kontinuierlich an und stellt eine zunehmende finanzielle Belastung dar.

  • Wasserwacht

Zum Kreisverband Uecker-Randow e.V. gehört ebenfalls die Gemeinschaft der Wasserwacht. In einem Modellvorhaben wurde diese Gemeinschaft in den Dienst und Aufgabenablauf des benachbarten DRK-Kreisverbandes OVP-HGW e.V. integriert. Diese Kooperationsvereinbarung wurde im Mai 2021 für weitere 5 Jahre verlängert. Zu den Hauptaufgaben der Mitglieder zählen der Schwimmunterricht, die Ausbildung von Rettungsschwimmern sowie die Absicherung von Wassersportveranstaltungen.

  • Sozialstationen und Wohngemeinschaften

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten alle drei Sozialstationen unseres Kreisverbandes ihr wirtschaftliches Ergebnis gegenüber dem Vorjahr verbessern. Wesentliche Ursachen hierfür waren Optimierungen in der Leistungsabrechnung sowie organisatorische Anpassungen innerhalb der Betriebsabläufe, die sich positiv auf die wirtschaftliche Entwicklung ausgewirkt haben. Auch die vier Wohngemeinschaften für betreuungs- und pflegebedürftige Menschen erwirtschafteten im Berichtsjahr insgesamt einen Überscuss. Gleichwohl bleibt die wirtschaftliche Entwicklung dieses Bereiches weiterhin stark von einer stabilen Auslastung sowie einer bedarfsgerechten Personalplanung abhängig. Die Gesamtzahl der Patientinnen und Patienten im Kreisverband ist im Berichtsjahr leicht zurückgegangen. Ungeachtet dessen besteht weiterhin ein hoher Bedarf an ambulanten Pflege- und Betreuungsleistungen in der Region. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung geht die Geschäftsführung mittel- und langfristig von einer stabilen beziehungsweise steigenden Nachfrage nach ambulanten Unterstützungsangeboten aus. Eine zentrale Herausforderung bleibt weiterhin die Gewinnung und langfristige Bindung qualifizierter Pflegefachkräfte. Zur Sicherung der Versorgungsqualität werden daher die Ausbildung eigener Nachwuchskräfte, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen sowie organisatorische Optimierungen in der Dienst- und Tourenplanung kontinuierlich weiterentwickelt. Darüber hinaus sollen digitale Unterstützungs- und Dokuimentationssysteme künftig zu einer weiteren Effizienzsteigerung in den Arbeitsabläufen beitragen.

  • Kindertagesstätten

Zum Stichtag 31.12.2025 wurden in den acht Kindertageseinrichtungen unseres Kreisverbandes, bestehend aus fünf Kindertagesstätten und drei Horten, insgesamt 642 Kinder betreut. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg um 21 Kinder. Die Einrichtungen waren ganzjährig gut ausgelastet, was die hohe Akzeptanz unserer pädagogischen Angebote sowie die engagierte Arbeit unserer Mitarbeitenden unterstreicht. Die neue Horteinrichtung in Ferdinandshof wurde sehr gut angenommen und beantragte bereits die zweite Kapazitätserweiterung. Damit zeigt sich der weiterhin hohe Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten in diesem Bereich. Personalengpässse ergaben sich insbesondere durch mehrere teilweise längerfristige Krankheitsausfälle innerhalb der Teams. Zur langfristigen Sicherung der Betreuung und zur Gewinnung zukünftiger Fachkräfte beschäftigte der Kreisverband im Berichtsjahr drei Auszubildende. Ersatzinvenstitionen, Instandhaltungsmaßnahmen sowie Veränderungen in der Vergütungsstruktur der Mitarbeitenden werden regelmäßig im Rahmen der Kostenverhandlungen mit dem Jungendamt des Landkreises abgestimmt. Die Investitionstätigkeit konzentrierte sich insbesondere auf die technische Ausstattung der Einrichtungen, die Gestaltung der Außenbereiche und Spielplätze sowie die Anschaffung neuer Spielgeräte.

  • Rettungsdienst

Die rettungsdienstliche Versorgung im ehemaligen Landkreis Uecker-Randow wurde im Berichtsjahr weiterhin durch unseren DRK-Kreisverband sichergestellt. Zum Stichtag 31.12.2025 waren im Bereich Rettungsdienst 127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Vollzeit, 21 Auszubildende sowie 5 Kuriere in Teilzeit beschäftigt. Der Kreisverband konnte seinen Sicherstellungsauftrag im Berichtsjahr vollumfänglich erfüllen. Zur langfristigen Sicherung des Personalbedarfs wurde mit dem Eigenbetrieb Rettungsdienst vereinbart, die Anzahl der Auszubildenden ab dem Geschäftsjahr 2025 auf jährlich sechs bis acht Ausbildungsplätze zu erhöhen. Damit reagiert der Kreisverband frühzeitig auf die steigenden Anforderungen an die personelle Absicherung des Rettungsdienstes. Der DRK Kreisverband Uecker-Randow e.V. erhielt im Rahmen der durch den Landkreis Vorpommern-Greifswald durchgeführten Ausschreibung der rettungsdienstlichen Leistungen erneut den Zuschlag für das Los 1. Dieses umfasst die Standorte Ueckermünde, Hintersee, Ferdinandshof, Torgelow, Pasewalk, Strasburg, Löcknitz, Penkun und Glasow. Mit der erneuten Beauftragung wurde die Grundlage geschaffen, die rettungsdienstliche Versorgung in der Region auch künftig verlässlich sicherzustellen.

  • Kinder- und Jugendhilfe

Die Kinder- und Jugendhilfestation Pasewalk schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem positiven wirtschaftlichen Ergebnis ab und konnte den Geschäftsbereich weiter ausbauen. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Krankenstände zurück, wodurch die Auslastung der Mitarbeitenden verbessert und der Umsatz insgesamt um rund 35 % gesteigert werden konnte. Im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung begleiteten die elf pädagogischen Fachkräfte des Kreisverbandes insgesamt 92 Familien. In der Tagesgruppe wurden 15 Kinder und deren Familien betreut. Darüber hinaus leisteten die drei Mitarbeitenden der Erziehungsberatungsstelle in Löcknitz insgesamt 2.172 Beratungsstunden und unterstützten dabei 91 Familien. Zur weiteren Stärkung des Fachbereiches erfolgten im Jahr 2025 insgesamt vier Neueinstellungen, davon drei im Bereich der ambulanten Hilfen zur Erziehung sowie eine in der Tagesgruppe. Parallel dazu wurden die organisatorischen und personellen Voraussetzungen für eine zusätzliche Außenstelle der Kinder- und Jugendhilfestation in Torgelow geschaffen, die ihre Tätigkeit zum 01.01.2026 aufgenommen hat. Die insoweit erfahrene Fachkraft gemäß § 8a SGB VIII wurde im Berichtsjahr in 14 Kinderschutzfällen hinzugezogen und führte hierbei insgesamt 21 Beratungsstunden durch. Auch die ergänzenden Projekte und Angebote des Kreisverbandes wurden erfolgreich fortgeführt. Das Eltern-Kind-Zentrum (EKiZ) erreichte insgesamt 62 Familien mit 115 Kindern und 121 Eltern. Im Rahmen des Rendsburger Elterntrainings wurden gemeinsam mit den Eltern von 21 Kindern und Jugendlichen zentrale Fragen und Herausforderungen der Erziehung bearbeitet. Darüber hinaus konnten 250 Begrüßungsbeutel an Eltern auf der Entbindungsstation des Krankenhauses Pasewalk übergeben werden. Das Angebot der „Frühen Hilfen“ wurde von 17 Ratsuchenden in Anspruch genommen. Seit September 2025 organisiert und begleitet der Kreisverband zudem die Babybegrüßungsveranstaltung der Stadt Pasewalk.

  • Beratungsstellen

Der Kreisverband betreibt eine Schwangerschaftsberatungsstelle in Pasewalk mit Außenstellen in Ueckermünde und Strasburg. Die Beratungsleistungen wurden im Berichtsjahr mit insgesamt 1,625 Vollzeitäquivalenten anteilig durch drei Beratungskräfte erbracht. Ergänzend unterstützt eine Verwaltungskraft mit einem Umfang von 20 Wochenstunden die organisatorischen Abläufe. Im Jahr 2025 konnten insgesamt 456 Personen beraten werden. Darüber hinaus erfolgte der Umzug der Beratungsstelle in eigene Räumlichkeiten. Das Themenfeld der Schwangerschaftsberatung umfasst ein breites Spektrum an psychosozialen, rechtlichen und familiären Fragestellungen. Die Beraterinnen verfügen daher über umfangreiche fachliche Kenntnisse in unterschiedlichen Bereichen, arbeiten in verschiedenen regionalen Netzwerken mit und nehmen regelmäßig an Fort- und Weiterbildungen sowie Supervisionen teil, um eine qualitativ hochwertige Beratung sicherzustellen. Auch die Beratungsstelle für Betroffene häuslicher Gewalt konnte im Berichtsjahr neu renovierte Beratungsräume neben der Kreisgeschäftsstelle beziehen. Für die Beratungstätigkeit standen zwei Beraterinnen mit jeweils 15 Wochenstunden zur Verfügung. Darüber hinaus erfolgte im Jahr 2025 eine Neueinstellung zur weiteren Unterstützung des Arbeitsbereiches.

Im Vergleich zum Vorjahr war erneut ein Anstieg der Ratsuchenden zu verzeichnen. Insgesamt wurden 60 neue Fälle aufgenommen. Die Arbeit mit Betroffenen häuslicher Gewalt ist geprägt von komplexen emotionalen Belastungssituationen und stellt hohe fachliche Anforderungen an die Mitarbeitenden. Zur Unterstützung der Betroffenen greifen die Beraterinnen auf ein belastbares Netzwerk unterschiedlicher Kooperationspartner zurück. Gleichzeitig bleibt die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Themenfeld häuslicher Gewalt weiterhin eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Für die Finanzierung beider Beratungsstellen leistet der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. jährlich einen erheblichen Eigenanteil. Im Geschäftsjahr 2025 betrug die Unterdeckung bei der Finanzierung der öffentlichen Aufgaben rund 10 TEUR, die aus Eigenmitteln des Kreisverbandes ausgeglichen werden musste.

  • Hausnotruf

Im Geschäftsfeld Hausnotrufdienst konnte der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. seine Tätigkeit im Berichtsjahr regional weiter ausbauen. Der Umsatz erhöhte sich auf 86 TEUR. Die Zahl der Neuverträge überstieg erneut die Anzahl der Abmeldungen und Kündigungen deutlich. Den 57 beendeten Verträgen standen 75 neu geworbene Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegenüber. Insgesamt betreute der Kreisverband zum Jahresende 234 Hausnotrufteilnehmerinnen und -teilnehmer. Die Mitarbeitenden setzten die schrittweise Umstellung der bestehenden Hausnotrufsysteme auf moderne GSM-basierte Geräte fort, um eine stabilere und zuverlässigere Verbindung zur Leitstelle sicherzustellen. Im Berichtsjahr wurden insgesamt 65 neue Geräte sowie sieben mobile Melder im Uhrenformat angeschafft. Diese modernen Systeme tragen zu einer verbesserten Sicherheit und höheren Flexibilität der Nutzerinnen und Nutzer bei. Der Hausnotrufdienst leistete auch im Geschäftsjahr 2025 einen positiven Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Kreisverbandes.

  • Erste Hilfe

In der Erste-Hilfe-Ausbildung konnte auch im Geschäftsjahr 2025 ein positives Ergebnis erzielt werden. In insgesamt 125 Lehrgängen wurden 1.675 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Bereichen „Erste Hilfe“ sowie „Erste Hilfe-Fortbildung“ geschult. Darüber hinaus engagierte sich der Kreisverband weiterhin intensiv in der Kinder- und Jugendarbeit. Im Jugendrotkreuz wurden 60 Kinder und Jugendliche ehrenamtlich begleitet und betreut. Zudem führte der Kreisverband im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen mit regionalen Schulen insgesamt acht Projekte durch, an denen 801 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Mit diesen Angeboten leistet der Kreisverband einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Erste-Hilfe-Kenntnissen, zur Förderung sozialen Engagements sowie zur Stärkung der Sicherheitskompetenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in der Region.

  • Kleiderkammer, Kleidersammlung

In Pasewalk, Torgelow und Ueckermünde unterhält der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. weiterhin drei Kleiderkammern, die durch sieben ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unterstützt werden. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 18.111 gut erhaltene Kleidungsstücke, Schuhe und weitere Sachspenden an hilfesuchende und bedürftige Menschen in der Region ausgegeben. Darüber hinaus wurden über die Kleidercontainer insgesamt 47,25 Tonnen Alttextilien gesammelt, sortiert und zur Abholung bereitgestellt. Im Berichtsjahr wurde die Zusammenarbeit mit externen Textilverwertern beendet. Hintergrund hierfür waren der weitgehende Zusammenbruch des Marktes für Alttextilien, stark rückläufige Erlöse sowie qualitative Verschlechterungen der gespendeten Kleidung. Der hohe organisatorische und personelle Aufwand stand zunehmend in keinem wirtschaftlich vertretbaren Verhältnis zu den erzielbaren Erlösen. Zusätzlich führten ausbleibende Zahlungen sowie nicht abgeholte Mengen an Alttextilien seitens der Verwertungsfirma zur Kündigung des Kooperationsvertrages. Wirtschaftlich tragfähige Alternativen bestehen derzeit nicht. Die Sammlung, Aufbereitung und Ausgabe von Kleidung erfolgt daher künftig ausschließlich im Rahmen der Versorgung hilfsbedürftiger Menschen in der Region durch ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeitende des Kreisverbandes. Nicht mehr benötigte Sammelcontainer wurden im Berichtsjahr außer Betrieb genommen und verschrottet. 

  • Katastrophenschutz

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. übernimmt im Auftrag des Landkreises Vorpommern-Greifswald vielfältige Aufgaben im Katastrophenschutz. Hierzu zählen insbesondere der Sanitäts- und Betreuungsdienst sowie die Ausbildung und der Einsatz der ehrenamtlichen Einheiten bei Unfällen, Pandemien, Naturkatastrophen und anderen Großschadenslagen. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte sind in zwei Katastrophenschutzzügen sowie einer Registrierungseinheit organisiert. Im Berichtsjahr konnte erneut ein Anstieg der aktiven ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer verzeichnet werden, was die hohe Einsatzbereitschaft und das gesellschaftliche Engagement in der Region unterstreicht. Die hauptamtlichen Mitarbeitenden des Kreisverbandes unterstützen die organisatorische und logistische Absicherung der ehrenamtlichen Arbeit und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Einsatzfähigkeit der Einheiten. Gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald soll in den kommenden Jahren am Standort Torgelow ein zentrales Kompetenzzentrum für den Katastrophenschutz entwickelt werden. Moderne Ausbildungsräume sowie zeitgemäße sanitäre Einrichtungen sollen die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt weiter verbessern, zusätzliche Helferinnen und Helfer gewinnen und die wachsende Bedeutung des Bevölkerungsschutzes hervorheben. Im Berichtsjahr wurde durch den Landkreis bereits der notarielle Kaufvertrag für das vorgesehene Grundstück abgeschlossen.

Unsere Einheiten nahmen zudem an Übungen des Landkreises sowie des DRK-Landesverbandes teil und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zur weiteren Stärkung der Einsatzbereitschaft und Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz.

  • Personalbereich

Im Berichtsjahr fanden regelmäßige Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretung statt, um innerbetriebliche Fragestellungen konstruktiv zu erörtern und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Neben Entgeltvereinbarungen standen insbesondere Betriebsvereinbarungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeitenden im Mittelpunkt des Austausches. Der Betriebsrat nahm seine Mitbestimmungsrechte aktiv wahr und wirkte unter anderem bei der Prüfung von Bewerbungen, Dienstplänen, Arbeitsverträgen sowie Arbeitszeitkonten mit.

Die Zahl der Beschäftigten entwickelte sich im Berichtsjahr weiterhin positiv. So waren im Jahresdurchschnitt 369,83 Mitarbeitende (Vorjahr: 322,67) beim Kreisverband beschäftigt.

Das im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements eingeführte Fahrradleasing wurde im Berichtsjahr von einer weiter steigenden Zahl an Mitarbeitenden genutzt und leistet einen Beitrag zur Förderung von Gesundheit, Mobilität und Motivation der Beschäftigten. Darüber hinaus prüft der Kreisverband weiterhin die Einführung von Lebensarbeitszeitkonten sowie zusätzliche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und langfristigen Bindung der Mitarbeitenden. Diese Entwicklungen sollen dazu beitragen, den Kreisverband auch künftig als attraktiven Arbeitgeber in der Region zu positionieren.

 

  • Investitionen

Im Geschäftsjahr 2025 tätigte der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. Investitionen in Höhe von insgesamt 515 TEUR. Die Investitionen dienten insbesondere der Weiterentwicklung bestehender Angebote sowie der Vorbereitung zukünftiger Bau- und Infrastrukturmaßnahmen. Das in der Prenzlauer Straße gelegene Wohngebäude für ältere und hilfsbedürftige Menschen war im Berichtsjahr weiterhin vollständig vermietet. Die Bewohnerinnen und Bewohner profitieren von barrierefreiem Wohnraum, einer zentrumsnahen Lage sowie ergänzenden Betreuungs- und Freizeitangeboten. Die im Gebäude integrierte Begegnungsstätte wird regelmäßig für gemeinschaftliche Aktivitäten genutzt. Darüber hinaus wurden die Außenanlagen weiter ausgebaut und bewohnerfreundlich gestaltet, um die Aufenthaltsqualität im Außenbereich zu verbessern. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag im Berichtsjahr auf der weiteren Entwicklung des Bereichs „Betreutes Wohnen“. 

5.3 Vermögens- und Finanz- und Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2025 weist der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. weiterhin eine stabile Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auf. Die Bilanzsumme erhöhte sich zum 31.12.2025 auf 19.059 TEUR und lag damit um 3,8 % über dem Vorjahresniveau. Das Anlagevermögen verringerte sich leicht auf 12.445 TEUR, insbesondere infolge planmäßiger Abschreibungen auf Gebäude und Sachanlagen. Gleichzeitig erhöhte sich das Umlaufvermögen deutlich um 14,3 % auf 6.615 TEUR. Ursächlich hierfür war vor allem der Anstieg der liquiden Mittel auf 4.426 TEUR. 

Die Eigenkapitalquote verbesserte sich weiter von 51,5 % auf 55,9 %. Das Eigenkapital erhöhte sich insbesondere infolge des deutlich gestiegenen Jahresüberschusses auf insgesamt 10.646 TEUR. Gleichzeitig konnten die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten planmäßig reduziert werden. Die Vermögenslage des Kreisverbandes ist damit weiterhin geordnet und nachhaltig stabil. 

Auch die Finanzlage des Kreisverbandes entwickelte sich im Berichtsjahr positiv. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöhte sich deutlich auf 2.126 TEUR (Vorjahr: 307 TEUR). Nach Berücksichtigung der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ergab sich eine zahlungswirksame Erhöhung des Finanzmittelfonds um 1.333 TEUR. Der Finanzmittelfonds belief sich zum Jahresende auf 4.426 TEUR. 

Die Liquiditätssituation des Kreisverbandes stellt sich weiterhin sehr solide dar. Die Liquidität 1. Grades erhöhte sich auf 446,1 % (Vorjahr: 203,0 %), die Liquidität 2. Grades auf 666,7 % (Vorjahr: 441,6 %). Damit war die kurzfristige Zahlungsfähigkeit des Kreisverbandes jederzeit gesichert. 

Der Kreisverband erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Jahresüberschuss in Höhe von 1.197 TEUR und konnte das Vorjahresergebnis damit deutlich übertreffen. Die betrieblichen Erträge erhöhten sich um 5,7 % auf 24.709 TEUR. Wesentliche Ursachen hierfür waren gestiegene Erträge aus den Zweckbetrieben sowie höhere Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Gleichzeitig stiegen die betrieblichen Aufwendungen auf 23.481 TEUR. Ursächlich hierfür waren insbesondere höhere Personalaufwendungen infolge tariflicher Entwicklungen sowie des weiteren Ausbaus einzelner Leistungsbereiche. 

Die Eigenkapitalrentabilität erhöhte sich auf 12,7 % (Vorjahr: 8,1 %), die Umsatzrentabilität auf 4,8 % (Vorjahr: 3,2 %). Die wirtschaftliche Entwicklung des Kreisverbandes ist damit insgesamt positiv zu bewerten. 

Zum positiven Jahresergebnis trugen insbesondere der Idealverein sowie die Sozialstationen bei. Belastungen ergaben sich hingegen im Bereich Rettungsdienst, was insbesondere auf die Vertragsumstellung sowie die damit verbundene geänderte Abrechnungslogik zurückzuführen ist. Gleichzeitig bestehen weiterhin strukturelle Herausforderungen, insbesondere bei der Finanzierung einzelner öffentlich geförderter Beratungsangebote sowie aufgrund steigender Personal- und Sachkosten in verschiedenen Leistungsbereichen.

Gesamtaussage der Geschäftsführung

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. blickt auf ein insgesamt erfolgreiches und wirtschaftlich stabiles Geschäftsjahr 2025 zurück. Die positive Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage spiegelt sich insbesondere in der gestiegenen Eigenkapitalquote, der sehr guten Liquiditätsausstattung sowie dem deutlich verbesserten Jahresergebnis wider. Damit verfügt der Kreisverband weiterhin über eine solide wirtschaftliche Grundlage zur Sicherstellung seiner vielfältigen sozialen und gemeinnützigen Aufgaben.

Positiv wirkten sich insbesondere die stabile Entwicklung der ambulanten Pflege, die erfolgreiche Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe, die gute Auslastung der Kindertageseinrichtungen sowie der Ausbau des Hausnotrufdienstes aus. Auch die geplanten Investitionen in den Bereich des betreuten Wohnens stärken die langfristige Perspektive des Kreisverbandes.

Gleichzeitig bleibt das wirtschaftliche Umfeld herausfordernd. Steigende Personal- und Sachkosten, der anhaltende Fachkräftemangel sowie die teilweise unzureichende Finanzierung öffentlich übertragener Aufgaben stellen den Kreisverband weiterhin vor erhebliche Anforderungen. Insbesondere im Bereich einzelner Beratungsangebote sowie im Ehrenamts- und Katastrophenschutzbereich sind auch künftig erhebliche Eigenmittel erforderlich.

Die Geschäftsführung wird die wirtschaftliche Entwicklung des Kreisverbandes weiterhin eng begleiten und notwendige organisatorische sowie strukturelle Anpassungen konsequent fortführen. Ziel bleibt es, die Leistungsfähigkeit des Kreisverbandes nachhaltig zu sichern und den Menschen in der Region auch künftig verlässliche und qualitativ hochwertige Unterstützungs- und Hilfeangebote zur Verfügung zu stellen.

5.4 Prognosebericht

Die Geschäftsführung des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow e.V. geht für die kommenden Geschäftsjahre weiterhin von einer insgesamt stabilen wirtschaftlichen Entwicklung aus. Grundlage hierfür bilden die solide Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage sowie die stabile Entwicklung wesentlicher Leistungsbereiche des Kreisverbandes.

Mit der erneuten Beauftragung im Rettungsdienst konnte eine wesentliche Einnahmegrundlage des Kreisverbandes langfristig gesichert werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Personalverfügbarkeit sowie an die organisatorische Absicherung der Einsatzbereitschaft. Zur nachhaltigen Sicherung des Fachkräftebedarfs wird die Ausbildung im Rettungsdienst weiter ausgebaut.

Auch für die Bereiche ambulante Pflege, Hausnotruf, Kindertagesbetreuung sowie Kinder- und Jugendhilfe wird weiterhin von einer stabilen beziehungsweise steigenden Nachfrage ausgegangen. Insbesondere vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung rechnet die Geschäftsführung mittel- und langfristig mit einem anhaltend hohen Bedarf an ambulanten Unterstützungs-, Pflege- und Betreuungsleistungen.

Im Bereich des betreuten Wohnens wird der Kreisverband seine Angebote weiterentwickeln und zusätzliche barrierefreie Wohnkapazitäten schaffen. Mit dem geplanten Neubauvorhaben in der Hospitalstraße in Pasewalk soll der wachsenden Nachfrage nach altersgerechtem Wohnraum Rechnung getragen werden. Hierzu beschloss die Kreisversammlung am 21.11.2025 die Umsetzung eines Bauvorhabens zur Errichtung von elf barrierefreien Wohnungen in zentrumsnaher Lage. Die Planung orientiert sich am Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Stadt Pasewalk und berücksichtigt die demografische Entwicklung sowie den steigenden Bedarf an seniorengerechtem Wohnraum. Das Investitionsvolumen beläuft sich auf rund 2,8 Mio. Euro. Die Fertigstellung des Projektes ist für Juli 2027 vorgesehen. Aufgrund der bereits im Berichtsjahr erkennbaren hohen Nachfrage wurde eine Warteliste für Interessenten eingerichtet.

Gleichzeitig erwartet die Geschäftsführung auch künftig steigende Personal-, Energie- und Sachkosten sowie höhere Anforderungen an Qualität, Dokumentation und gesetzliche Vorgaben. Die wirtschaftliche Entwicklung des Kreisverbandes wird daher weiterhin maßgeblich von einer angemessenen Refinanzierung der Leistungen beeinflusst. Risiken bestehen insbesondere bei einzelnen öffentlich übertragenen Aufgaben und Beratungsangeboten, deren Finanzierung teilweise nicht kostendeckend erfolgt.

Zur Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität werden bestehende Verwaltungs- und Organisationsprozesse kontinuierlich überprüft und weiter optimiert. Darüber hinaus plant der Kreisverband weitere Investitionen in digitale Infrastruktur, technische Ausstattung sowie in die Modernisierung bestehender Einrichtungen.

Auch das Ehrenamt bleibt ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Kreisverbandes. Die Gewinnung und langfristige Bindung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer wird insbesondere im Katastrophenschutz, Sanitätsdienst und in den sozialen Unterstützungsangeboten weiterhin von hoher Bedeutung sein.

Auf Grundlage der derzeit vorliegenden Erkenntnisse sowie der bestehenden Wirtschafts- und Investitionsplanung geht die Geschäftsführung insgesamt von einer weiterhin geordneten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow e.V. aus. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Kreisverbandes gefährden könnten.

 

5.5 Risikobericht

Der Kreisverband sieht sich mit verschiedenen Risiken konfrontiert, die regelmäßig bewertet und durch geeignete Maßnahmen überwacht werden. Im Finanzbereich besteht ein Zinsänderungs- und Refinanzierungsrisiko, dem durch langfristig planbare Finanzierungsbausteine und feste Zinssicherungsinstrumente begegnet wird. Im Bereich der sozialen Dienstleistungen bestehen Belegungs- und Auslastungsrisiken, insbesondere in den Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen, wo Leerstände zu Umsatzverlusten führen können. Der Fachkräftemangel stellt ein zentrales Risiko dar, das durch intensive Ausbildungsbemühungen und attraktive Arbeitsbedingungen gemindert wird. Darüber hinaus bestehen operationale Risiken, etwa aus der Teilnahme an Ausschreibungsverfahren, bei denen hohe externe Kosten aus Eigenmitteln getragen werden müssen. Der Kreisverband verfügt über ein systematisches Risikomanagement, das jährlich durch die Geschäftsführung überprüft wird. 

Zu den Geschäftspartnern des Kreisverbandes gehören, nach den größten Umsätzen gegliedert, hauptsächlich der Landkreis und die Krankenkassen. Ein Adressenausfallrisiko spielt insofern eine untergeordnete Rolle.

Ein Liquiditätsrisiko besteht nur begrenzt. Der Kreisverband war jederzeit zahlungsfähig. Überschüssige Liquidität wurde verzinslich im kurzfristigen Bereich angelegt. Das Markt­preisrisiko dieser Anlagen ist sehr begrenzt.

Motivationsrisiken haben im Personalbereich den größten Einfluss auf den Unter­nehmens­erfolg. Deshalb sind Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung regelmäßig im Gespräch, Arbeitsbedingungen und Vergütung zu verbessern. Es werden Themen wie Einsatz der Mitarbeiter, Einhaltung der Arbeitszeiten, Lösung von Teamkonflikten und eine möglichst ausgewogene Arbeitsbelastung regelmäßig besprochen.

Das derzeit größte Personalrisiko des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow e. V. besteht weiterhin im Bereich der Sozialstationen, insbesondere bei der Gewinnung und langfristigen Sicherung von Pflegefachkräften. Personelle Engpässe können insbesondere durch altersbedingte Renteneintritte sowie längerfristige krankheitsbedingte Ausfälle entstehen. Darüber hinaus stellt der anhaltende Fachkräftemangel den Kreisverband auch in den Bereichen Rettungsdienst, Kindertagesbetreuung und soziale Dienstleistungen weiterhin vor erhebliche Herausforderungen. Zur langfristigen Sicherung des Personalbedarfs setzt der Kreisverband weiterhin auf die gezielte Ausbildung eigener Nachwuchskräfte. Neben den bereits etablierten Ausbildungsstrukturen im Rettungsdienst und in der Kindertagesförderung wird die Nachwuchsförderung künftig verstärkt auch im Bereich der Sozialstationen und der Ausbildung von Pflegefachkräften ausgebaut. Ergänzend werden regelmäßige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für Pflegehelferinnen und Pflegehelfer durchgeführt, um die Qualität der Leistungserbringung sowie die fachliche Entwicklung der Mitarbeitenden dauerhaft sicherzustellen. Darüber hinaus werden die Maßnahmen zur Personalgewinnung und langfristigen Mitarbeiterbindung kontinuierlich weiterentwickelt. Hierzu zählen insbesondere Angebote des betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie die Prüfung und Einführung moderner Arbeitszeit- und Organisationsmodelle, um die Attraktivität des Kreisverbandes als Arbeitgeber nachhaltig zu stärken. Durch die im Berichtsjahr erfolgten Neueinstellungen sowie die aktuell vorliegenden Bewerbungen konnte die personelle Sollstärke im Rettungsdienst bereits weitgehend erreicht werden. Auch im Bereich der Kindertagesförderung ist die personelle Absicherung derzeit gewährleistet. Zur weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit als Arbeitgeber wurde die Vergütungsstruktur an das Niveau tarifgebundener Arbeitgeber in der Region angepasst. Damit verfolgt der Kreisverband das Ziel, die Gewinnung und langfristige Bindung qualifizierter Mitarbeitender nachhaltig zu verbessern.

Neben den beschriebenen Personalrisiken spielen auch die immobilienbezogenen Risiken eine wichtige Rolle für die wirtschaftliche Stabilität des Kreisverbandes.

Bei der Anschlussvermietung der 34 Wohneinheiten im Betreuten Wohnen bestehen nahezu keine Risiken. Es kam zu keinen Mietausfällen, die Vermietungsquote liegt bei 100 %, und es wird eine Warteliste geführt. Somit ist das Leerstandsrisiko in diesem Bereich als sehr gering einzuschätzen.

Anders gestaltet sich jedoch die Situation in den Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen. Beendigungen von Mietverhältnissen wirken sich dort doppelt negativ auf das Betriebsergebnis des Kreisverbandes aus: Zum einen erschweren Leerstände die Deckung von Abschreibungen, Zinsen und Bewirtschaftungskosten. Zum anderen führen geringere Zahlungen der Pflegekassen für Sachleistungen sowie reduzierte Eigen- und Betreuungs­beiträge der Bewohner nur mit Verzögerung und nicht immer vollständig zu einer angemessenen Anpassung der Personalressourcen. Aufgrund dieser negativen wirtschaftlichen Entwicklung sind die Pflegedienstleitungen angehalten, das Personal flexibler einzusetzen, Dienstpläne zeitnah an den tatsächlichen Betreuungs- und Pflegebedarf anzupassen sowie Finanzierungsanträge für „Hilfe zur Pflege“ bei einzelnen Patienten aktiv zu begleiten. Trotz des steigenden Pflegebedarfs durch die alternde Bevölkerung sehen sich viele Pflegepatienten zunehmend nicht mehr in der Lage, die erhöhten Eigenbeiträge aus eigenen Einkünften zu begleichen.

Darüber hinaus können bei der Neuvergabe von Wohnungen an Pflegebedürftige Verschiebungen in den Pflegegraden innerhalb der Wohngemeinschaften auftreten, was ebenfalls zu Mindereinnahmen führt. Aktuell sind Leerstandsquoten von 10 bis 20 % in den Wohngemeinschaften zu verzeichnen, was die wirtschaftliche Situation zusätzlich belastet.

 

5.6 Chancenbericht

Der DRK-Kreisverband Uecker-Randow e.V. sieht trotz der bestehenden wirtschaftlichen und strukturellen Herausforderungen weiterhin gute Entwicklungsmöglichkeiten für die kommenden Geschäftsjahre. Chancen ergeben sich insbesondere aus der stabilen Marktposition des Kreisverbandes, der breiten regionalen Aufstellung sowie der hohen Akzeptanz der angebotenen Leistungen in der Bevölkerung.

 

Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung wird mittel- und langfristig von einer weiter steigenden Nachfrage nach ambulanten Pflege-, Betreuungs- und Unterstützungsleistungen ausgegangen. Insbesondere im Bereich der Sozialstationen, des Hausnotrufdienstes sowie des betreuten Wohnens bestehen zusätzliche Entwicklungspotenziale. Mit dem geplanten Neubau barrierefreier Wohnungen in der Hospitalstraße reagiert der Kreisverband frühzeitig auf den zunehmenden Bedarf an altersgerechten Wohn- und Unterstützungsangeboten.

Auch im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kindertagesbetreuung bestehen Chancen zur weiteren Stabilisierung und Entwicklung der Leistungsangebote. Die hohe Auslastung der Einrichtungen sowie die positive Entwicklung einzelner Leistungsbereiche bestätigen die weiterhin hohe Nachfrage nach verlässlichen sozialen Dienstleistungen in der Region.

Darüber hinaus sieht die Geschäftsführung Potenziale in der weiteren Digitalisierung von Verwaltungs-, Dokumentations- und Kommunikationsprozessen. Durch den verstärkten Einsatz digitaler Anwendungen sollen interne Abläufe effizienter gestaltet, Mitarbeitende entlastet und die Qualität der Leistungserbringung weiter verbessert werden. Insbesondere in den Bereichen Pflege, Rettungsdienst und Verwaltung wird hierin ein wesentliches Entwicklungspotenzial gesehen.

Die erneute langfristige Sicherung wesentlicher Leistungsbereiche, insbesondere im Rettungsdienst sowie bei den Beratungsangeboten, schafft zusätzliche Planungssicherheit für die kommenden Jahre. Gleichzeitig bieten die kontinuierliche Ausbildung eigener Nachwuchskräfte sowie die Weiterentwicklung der Arbeitgeberattraktivität Chancen, dem zunehmenden Fachkräftemangel langfristig entgegenzuwirken.

Auch das anhaltend hohe ehrenamtliche Engagement innerhalb des Kreisverbandes stellt einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Die positive Entwicklung im Katastrophenschutz sowie die geplante Errichtung eines Kompetenzzentrums in Torgelow bieten zusätzliche Möglichkeiten zur Stärkung des Ehrenamtes und des Bevölkerungsschutzes in der Region.

Insgesamt sieht die Geschäftsführung gute Voraussetzungen, die wirtschaftliche Stabilität sowie die gesellschaftliche Bedeutung des DRK-Kreisverbandes Uecker-Randow e.V. nachhaltig weiterzuentwickeln und die bestehenden Leistungsangebote langfristig zu sichern und auszubauen.

 

6. Personalstruktur/Organigramm

Anzahl der hauptberuflichen Arbeitnehmer/Arbeitnehmerinnen: 369
davon Honorarkräfte:    0
davon geringfügig Beschäftigten:  20
davon Auszubildende:  21
der Freiwilligendienstleistenden:    0
der ehrenamtlichen Mitarbeiter 282

 

7. Gewinn- und Verlustrechnung 2025

Mittelherkunft
Erträge aus Beiträgen, Sammlungen und Spenden 91.600
Zuwendungen zur Deckung eigener Verwaltungsaufwendungen 456.400
Erträge aus Zweckbetrieben 23.010.900
Erträge aus der Vermögensverwaltung 793.300
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten, aus zweck- gebundenen Spenden und Zuschüssen 72.300
Übrige 284.800
24.709.300
Mittelverwendung
Aufwendungen für Waren, Materialien und Leistungen 1.558.400
Personalaufwand 19.734.200
Abschreibungen auf Anlagevermögen 643.000
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.900
Sonstige Aufwendungen 1.545.100
23.573.600
Sonstige Steuern 4.800
Jahresüberschuss 1.196.800
Gewinnvortrag 3.600
Einstellung Rücklagen 1.196.800
Bilanzgewinn 3.600

8. Vermögenslage 2025

Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 7.700
Sachanlagen 12.437.200
12.444.900
Umlaufvermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 966.900
Sonstige Vermögensgegenstände 1.222.100
Liquide Mittel 4.425.500
6.614.500
19.059.400
Passiva
Eigenkapital
Vereinsvermögen 4.198.800
Gewinnrücklagen 6.443.600
Sonderposten aus zweckgebundenen Spenden und Zuschüssen 1.216.100
Bilanzgewinn 3.600
11.862.100
Rückstellungen 301.300
Verbindlichkeiten 6.896.000
19.059.400

9. Finanzlage

Liquidität zum Bilanzstichtag 2025
kurzfristig verfügbare Mittel
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 966.900
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.222.100
3. liquide Mittel 4.425.500
kurzfristig erforderliche Mittel
1. Verbindlichkeiten gegenüber KI 286.700
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 149.500
3. Verbindlichkeiten gegenüber dem Landesverband 13.800
4. sonstige Verbindlichkeiten 230.200
Liquiditätsüberschuss 5.934.300

 

10. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2025 (Anlagen 1 bis 3) und dem Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 (Anlage 4) des Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V. , Pasewalk, unter dem Datum vom 29. Mai 2026 folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

„BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An den Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., Pasewalk

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss des Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., Pasewalk, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025  und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht des Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Uecker-Randow e.V., Pasewalk, für das  Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
    deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und
    vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
    ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und
    Finanzlage des Vereins zum 31. Dezember 2025 sowie seiner Ertragslage für das
    Geschäftsjahr vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2025 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
    des Vereins. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit
    dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt
    die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Kiel, 29. Mai 2026

Niesmann & Hoffmann GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

11. Mitgliedsverband: DRK-Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. (hier Übersicht der 14 Kreisverbände)

Das Deutsche Rote Kreuz in Deutschland ist föderal strukturiert. Der Zentralverband ist der Bundesverband, Deutsches Rotes Kreuz e.V.

Seine Mitglieder sind die 19 Landesverbände und der Verband der Schwesternschaften. Zu den 19 Landesverbänden gehört der DRK- Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. Zum DRK-Landesverband gehören die oben dargestellten 14 Kreisverbände. Einer davon ist der DRK Kreisverband Uecker-Randow e.V.

Stand: Juli 2026